Jetzt stehe ich da. Genauso einsam und verlassen, wie der Satz, den ich gerade ausgesprochen habe.
Alle im Raum sehen mich an. Eine Mauer aus tiefster Verachtung und entsetzter Verwunderung hat sich zwischen mir und den anderen aufgebaut.
Am liebsten hätte ich den Satz wieder weggefressen. So einfach verschluckt. Aber er hat sich bereits im Raum und in den Köpfen der Anwesenden verteilt.
Ich suche in den Reihen nach verständnisvollen Augen oder einem Lächeln, das sich auf meine Seite wagt oder diese zumindest versteht.
Doch vergebens: Mit meiner Aussage habe ich gerade eine Autobahn verlassen, doch mit mir möchte niemand eine Seitengasse erkunden.
Wo sind denn noch die farbenprächtigen und formreichen Gedankenblüten, die die Welt berühren dürfen?
Ich bin ein klatschbunter quadratischer Kreis und versuche zwischen Rechtecken in schwarz und weiß meinen Platz zu finden.
