Sonnenschirme

Zwei Paare treffen sich, das ist fein,

 

zu Aperol und Bierchen ein.

 

Sie lachen, reißen Witze,

 

nur die Sonne, die bringt Hitze.

 

Auf steht nun der eine Mann,

 

weil er seine Frau nicht schmelzen lassen kann.

 

Sie sitzt in der Sonne, ihr ist heiß,

 

runter rinnt ihr der Schweiß.

 

Der Mann rollt den Schirm über die Platten,

 

damit die Liebste hat einen Schatten.

 

Die Frau hält die Hand vors Gesicht,

 

weil die Sonne noch immer sticht.

 

Mann B hüpft auf, ganz hilfsbereit,

 

Schirmaufspannen macht ihm Freud.

 

„Jetzt ist es gut“, sagt Fr. A ganz bescheiden,

 

„ich muss jetzt nicht mehr unter der Sonne leiden.“

 

Dass es noch besser gehen kann,

 

behauptet ihr Mann.

 

Doch es wird immer schlimmer,

 

vom Schirmaufstellen haben die Männer keinen Schimmer.

 

Fr. A hat jetzt mehr Sonne als zuvor.

 

Sie nimmt es mit Humor.

 

Ein zweiter Schirm muss her.

 

Mann B holt ihn, bitte sehr.

 

Er kommt mit dem Schirm angerannt,

 

Fr. B schlürft den Aperol ganz entspannt.

 

Fr. A ist es noch immer heiß,

 

sie kühlt die Wangen mit einem Würfel Eis.

 

Hr. A drückt Fr. B den Oberteil des Schirms in die Hand,

 

das war nicht so geplant.

 

Fr. B findet das gar nicht toll

 

und bestellt noch einen Aperol.

 

Die Männer kurven mit den Schirmen hin und her,

 

als ob dies ihr Hobby wär.

 

Wer hätte das gedacht,

 

nach drei Stunden ist es vollbracht.

 

Alle können im Schatten sitzen,

 

keiner muss mehr schwitzen.

 

Weil der liebe Gott über der Menschen Pläne lacht,

 

schiebt er ganz sacht

 

eine Wolke über den Sonnenschein,

 

die Damen gehen ins Haus hinein.