Des Vogerl

I hear die ersten Vogerln singen,

 

die mich in Frühlingsstimmung bringen,

 

Dabei sitz i dawal no allan,

 

im Auto, bei aner Tankstöll bei der Autobahn.

 

Mei Mann schwingt sich hinters Lenkrad,

 

und startet sogleich die Fahrt.

 

Während wir so fohrn,

 

klingts in meinen Ohrn,

 

der Straße entlang,

 

der Vogelgesang.

 

I beitl meinen Kopf, des kann net sein,

 

bei 140 km/h kommt ka Zwitschern rein.

 

Bin i do net ganz alla?

 

Frogt mi mei Mann: Hearst du des a?

 

Von draußen kanns gor net kumman,

 

hobn wir ament a Vogerl mitgnummen?

 

Sitzat a Vogerl in unserem Kofferraum,

 

do glaub i aber kaum,

 

des würd a Liedl singen,

 

des hätt jo Panik, des würd anders klingen.

 

Oder mochts Auto so an Ton?

 

Is wos hin? Gach fliagt a Tal davon.

 

Aber bevor wir verzagen,

 

wir können den Google fragen.

 

Aus der Handtoschn nimm i des Smartphone,

 

und find den Übeltäter vom Zwitscherton.

 

Na, i bin a Depp.

 

Am Handy is a Entspannungsapp!

 

Die hot sich irgendwie eingscholtn,

 

und uns mit dem Zwitschern unterholten.

 

Wir schauen uns an und wir lochen,

 

mei Mann sagt: „Kannst des bitte ausmochen?“

 

Jo wenn des so anfoch wär,

 

des Ding zwitschert immer mehr.

 

Jetzt hobn wir uns a no verfohrn,

 

des Zwitschern beginnt immer von vorn.

 

I kann mochn, wos is wüll,

 

des Ding is anfoch net stüll.

 

I wisch hin, i wisch her,

 

jetzt waß i echt nimmer mehr,

 

jetzt hör i a no des Quaken von Fröschen,

 

es bleibt mir nix übrig, als die App löschen.

 

 

 

Vogelgesang zur rechten Zeit,

 

bringt uns reine Gelassenheit.

 

Doch singt a Vogerl in deinem Wagen,

 

do kann man schon amol verzagen.